Ein Lächeln sagt mehr als 1000 Worte…

Heute beginne ich den Blog mit einem Erlebnis, das mir vor kurzem passiert ist:An einem herrlichen Juni-Sommertag hatte ich einen Termin bei meiner Masseurin in der Stadt. Da dachte ich mir: Ich bringe ihr einen selbstgemachten Blumenstrauß aus meinem Garten. Gesagt. Getan. „Blumenstraußtragend“ ging ich durch die Stadt, die Einkaufsstraße entlang. „Danke für das Geschenk.“ – die 1. Begegnung. „Gehört der mir?“ – die 2. Begegnung. Und dann – viele Blicke und ganz viel Lächeln. Plötzlich erblickte ich mich in einer Auslage:
Ich hatte das Lächeln im Gesicht. Und bekam ganz viel davon zurück. Dann schenkte ich meiner Masseurin den Blumenstrauß und teilte mit ihr das Lächeln – pardon die Lächeln.

Warum ich Ihnen das erzähle? Weil es 1. „nachmachenswert“ ist – Freude teilen und für das eigene Hochgefühl und weil es 2. eine weitere Facette der Kunst GEHÖRT zu werden ist. Wissenschaftlich betrachtet sind es die Spiegelneuronen. Joachim Bauer hat dazu aus meiner Sicht ein geniales Buch geschrieben: Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone. Gleich zu Beginn schreibt Dr. Bauer (Universitätsprofessor, Arzt für Innere Medizin, Arzt für Psychosomatische Medizin sowie Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie) über die Resonanzphänomene des Alltags: „Meistens ist es schon passiert, bevor wir beginnen konnten, darüber nachzudenken: Unwillkürlich hat man ein charmantes Lächeln erwidert. Es gibt Dinge, die einen Menschen schneller wehrlos machen können als alle Gewalt. Der Alltag ist voll von spontanen Resonanzphänomenen dieser Art. Warum ist Lachen ansteckend? Warum gähnen wir, wenn andere gähnen? Und seltsam: Weshalb eigentlich öffnen Erwachsene spontan den Mund, wenn sie ein Kleinkind mit dem Löffelchen füttern? Warum nehmen Gesprächspartner unwillkürlich eine ähnliche Sitzhaltung ein wie ihr Gegenüber? Worauf also beruht die merkwürdige Tendenz der Spezies Mensch, sich auf den emotionalen oder körperlichen Zustand eines anderen Menschen einzuschwingen? Resonanzphänomene wie die intuitive Übertragung von Gefühlen oder körperlichen Gesten spielen nicht nur im privaten Umgang eine Rolle. In Politik und Wirtschaft dienen sie als Mittel zur Beeinflussung. Beim beruflichen Führungsverhalten können sie über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Obwohl sie für unser Erleben und Zusammenleben eine kaum zu übersehende Bedeutung haben, bleiben Resonanz und Intuition vielen Zeitgenossen suspekt. Handelt es sich hier nicht um Einbildung, um Esoterik, jedenfalls um unwissenschaftliche Phänomene? Doch mit der Entdeckung der Spiegelnervenzellen wurde es mit einem Mal möglich, sie neurobiologisch zu verstehen.“ (nachzulesen ab Seite 7)

Es gibt also so etwas wie eine neurobiologische Resonanz, ein „Wieder-Erklingen im Gehirn“. Was zunächst in Gehirnen von Affen beobachtet wurde, wurde mit Testpersonen in der Untersuchungsröhre (funktionelle Kernspintomographie) weiterentwickelt. Es gibt, vereinfacht ausgedrückt, Nervenzellen, die im Gehirn aktiviert werden, wenn man jemanden beobachtet und zwar so, wie wenn man diese Handlung selber ausgeführt hätte. Und beim Menschen wurde zu dem festgestellt, dass diese Nervenzellen auch dann funken, wenn man sich die betreffende Handlung nur vorstellt. Das ist sind die Spiegelneuronen. Wissenschaftlich erklärt und doch verständlich beschreibt Dr. Bauer in dem genannten Buch diese entdeckte Sensation und noch weitere Spiegelungen.

Die Kunst GEHÖRT zu werden mit einigen ihrer Facetten – Konzentration nach innen, nach außen, auf andere, der Wert schweifender Gedanken, Emotionale Intelligenz, Intellektuelles Leistungsvermögen, Spiegelneuronen geht in die Sommerpause.

Ich wünsche Ihnen einen erlebnisreichen Sommer mit ganz viel Lächeln. Wir lesen uns wieder im September mit einem neuen Thema – nein, wir widmen uns einem aus meiner Sicht sehr spannenden Themenbereich!

Ich grüße Sie mit einem lächelnden Gesicht (und bitte beobachten Sie dabei Ihres)

Sabine Staltner

2017-07-24T22:19:13+00:00